Informationen über das Corona-Virus

Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus geht derzeit rasant voran und stellt uns alle vor große Herausforderungen. Auch für die Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald hat dies erhebliche Auswirkungen. Wir teilen mit Ihnen die Sorge um die Gesundheit, aber auch um die wirtschaftlichen Folgen bis hin zu existenziellen Fragen. Die Politik reagiert entsprechend und bietet massive Unterstützung- und Hilfeleistungen, um die Folgen der Krise abzufedern und Unternehmen möglichst konkret und schnell zu helfen.
Wir bleiben gerade jetzt eng an der Seite der regionalen Wirtschaft, tragen unseren Teil bei und haben für Sie nachfolgend relevante Informationen aus seriösen Quellen zusammengestellt, die wir regelmäßig aktualisieren.

Falls Sie Fragen und/oder Beratungsbedarf haben, stehen wir Ihnen zur Verfügung, am besten unter der Mail: corona(at)nordschwarzwald.de oder der Telefonnummer 07231-154369-0.
 

Allgemeines

  • Robert Koch Institut: wichtige Informationen zum Virus (Fallzahlen und Meldungen, Infektionsschutzmaßnahmen, Prävention und Bekämpfung, …)
     
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: wichtige Informationen zum Virus (Antworten auf häufige Fragen, Hygienetipps, …)
     
  • Johns Hopkins University, Baltimore: Interaktive Übersicht der Johns Hopkins University zur Ausbreitung des Virus nach Ländern weltweit
     
  • Aktualisierte Corona- Verordnung
    Die Landesregierung Baden-Württemberg setzt per Verordnung weitere Maßnahmen ab dem 28. März 2020 in Kraft:
    Die Rechtsverordnung finden Sie hier.
    Die wichtigsten Änderungen finden Sie hier.
    Das Wirtschaftsministerium veröffentlicht eine Liste der Geschäfte und Einrichtungen, die geöffnet, bzw. geschlossen sein müssen, hier.
     
  • Lokale (Bürger-) Initiativen
    In vielen Städten und Gemeinden der Region haben sich Initiativen und Plattformen gegründet, die das Ziel haben, ihre Mitmenschen oder die Unternehmen vor Ort zu unterstützten.
    Eine Liste der Initiativen finden Sie hier.

Für Unternehmen


Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Merkblatt für Unternehmen des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg mit Telefonverzeichnis und Mailadressen
     
  • Ansprechpartner und Hotlines für die Region Nordschwarzwald
     
  • Auslegungshinweise für Handel, Dienstleister und Gastronomie
     
  • Tests auf das Corona-Virus werden nur in begründeten Verdachtsfällen vorgenommen. Eine "Reihentestung" ganzer Unternehmen oder Abteilungen ist aufgrund der aktuell begrenzten Labor-Kapazitäten nicht möglich.
     

Unterstützung für Unternehmen

Finanzielle Hilfen

  • Soforthilfeprogramm „Corona“ 
    Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm für gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe aufgelegt, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden. Sie werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. 
    Den Antrag finden Sie hier.
    Den rechtlichen Rahmen für die Gewährung der Soforthilfe finden Sie in dieser Richtlinie.

    Anträge auf Soforthilfe können ausschließlich in einem vollelektronischen Prozess online gestellt werden.
    Bitte versenden Sie keine Antragsformulare auf dem Postweg oder per E-Mail an die Kammer, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg oder uns. Bitte nutzen Sie ausschließlich das Portal der Kammern zur Übermittlung Ihres Antrags. 

    Das Beantragungsverfahren läuft in zwei Schritten wie folgt ab:

  1. Die Antragsformulare werden beim  Wirtschaftsministerium online in einem ersten Schritt abrufbar sein.

  2. Als zweiter Schritt erfolgt die Einreichung der Anträge dann über einen Upload auf der zentralen Landingpage der Kammerorganisation:  www.bw-soforthilfe.de

    Wichtiger Hinweis:
    Der Antrag erfolgt NICHT über die Kammern!
    Die Anträge werden vom Ministerium an die zuständige Kammer zur Bearbeitung weitergeleitet. Die IHKs und Handwerkskammern übernehmen die Plausibilitätsprüfung der eingegangenen Anträge und leiten diese zum finalen Entscheid und zur Auszahlung der Hilfen an die L-Bank weiter.
    Über das weitere Vorgehen und die Voraussetzungen informiert das Ministerium: Soforthilfe Corona

    Bitte senden Sie die Anträge ausschließlich über das bereitgestellte Formular des Ministeriums ein. Die Anträge auf Soforthilfe sind bis spätestens 31.05.2020 einzureichen.                                                                                                                   Der Digital Hub Nordschwarzwald hat die Soforthilfe Corona, das Antragsformular und die notwendigen Schritte in einem kurzen Video erklärt.

Weitere Fördermöglichkeiten

  • Förderprogramm Förderung unternehmerischen Know-hows” (modifizierte Richtlinie des Programms für Corona-betroffene Unternehmen, zunächst bis 31. Dezember 2020)
    • Für wen? Fürkleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler, die unter den Auswirkungen des Corona-Virus leiden.
    • Was? Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung in Höhe eines Beratungswert von bis zu 4.000,00 Euro erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
    • Voraussetzungen: Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.
    • Hinweis: Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragsstellung führen. Dementsprechend wird kein Bestätigungsschreiben eines Regionalpartners im Rahmen des Verwendungsnachweises benötigt.
    • Unterstüzt durch: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
    • Weitere Informationen: Merkblatt
       
  • Förderprogramm Azubis im Verbund – Ausbildung teilen
    • Für wen? Für Ausbildungsbetriebe, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden.
    • Was? Eine einmalige Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro erfolgt, wenn der Auszubildende während der Kurzarbeits-Phase mindestens vier Wochen seiner Ausbildung in einem Partnerbetrieb absolviert.
    • Unterstüzt durch: Ministerium für Wirtschaft Baden-Württemberg
       
  • Förderprogramme für Home-Office
    • Für wen? Für kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe mit weniger als 100 Beschäftigten und einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro
    • Was? Unterstützung bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten für eine Beratung durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie autorisiertes Beratungsunternehmen.
    • Voraussetzungen: Der maximale Beratertagessatz liegt bei 1.100 Euro und beträgt einen Förderumfang von 30 Tagen in der Spitze.
    • Unterstützt durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
       

Steuererleichterungen und Stundungen

  • Übersicht des baden-württembergischen Ministerium für Finanzen
    Einen Überblick über die aktuellen Maßnahmenpakte gibt es hier.
     
  • Stundung und Anpassung der Vorauszahlung von Steuern:
    Um steuerliche Erleichterungen schnell, unkompliziert und unbürokratisch gewähren zu können, wurde ein Antragsformular für Stundungen bzw. Anpassungen von Vorauszahlungen veröffentlicht.
    Bitte informieren Sie sich über die Möglichkeiten für steuerliche Erleichterungen über die Finanzämter Baden-Württemberg.
    Hier gelangen Sie zur entsprechenden Pressemitteilung.

    Die steuerlichen Vorteile betreffen:
    • Herabsetzung für Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020
      Bereits gezahlte Sondervorauszahlungen können erstattet werden.
    • Senkung der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und in Bezug auf den Gewerbesteuer-Messbetrag auf Antrag
    • Fristverlängerung zu Abgabe der Steuererklärung kann beantragt werden.

       

Weitere Informationen für Unternehmen

  • Mitarbeiter in Quarantäne:
    Nach § 56 Infektionsschutzgesetz hat der Mitarbeiter unter Quarantäne Anspruch auf eine Entschädigung. Diese bemisst sich nach dem ausgefallenen Entgelt. Der Arbeitgeber muss für die ersten sechs Wochen die Entschädigung auszahlen und erhält sie auf Antrag von der zuständigen Behörde zurück. Ab der siebten Woche erhalten die Betroffenen eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes direkt von der zuständigen Behörde.

    Der Antrag muss innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Ende der Quarantäne bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Fügen Sie dem Antrag eine Arbeitgeberbescheinigung über die Höhe Arbeitsentgelts, das Ihr Beschäftigter während der Quarantäne verdient hat, und die gesetzlichen Abzüge bei. Auf Antrag können Arbeitgeber auch einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe des Erstattungsbetrags verlangen.

    Hier können Sie die Anträge auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff. IfSG stellen:

  • Ausnahmeregelungen im Arbeitszeitrecht
    Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat mit einem Erlass vom 18. März die durch die Corona-Verordnung erlaubte Sonntagsöffnung für Einrichtungen näher geregelt. Alle Informationen finden Sie hier.
     
  • Exportkreditgarantien
    Mandatare des Bundes von der Euler Hermes AG Hamburg. Weitere Informationen finden Sie hier.
     
  • Onlineplattform für Erntehelfer
    Hier können Betriebe, denen die Saisonarbeitskräfte gerade nicht zur Verfügung stehen ihre Bedarfe anmelden. Freiwerdende Arbeitskapazitäten, können so die Arbeit der Erntehelfer aus Osteuropa wenigstens zum Teil kompensieren und haben entsprechende Zuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld.
     
  • Arbeitgeberbescheinigung – Passierschein
    Hier finden Sie ein Dokument, mit dem Arbeitnehmer ihre Betriebszugehörigkeit dokumentieren können. Die Vorlage dient dem Zweck, bis zum Bereitstehen eines offiziellen Dokuments einen Nachweis für den Arbeitsweg zu schaffen.
    Das Dokument sollte möglichst auf dem betriebseigenen Briefpapier ausgedruckt werden und von der Geschäftsleitung oder einem Personalverantwortlichen unterschrieben sein.
     

Für Startups

  • Startup BW hat eine Hotline für Startups eingerichtet: 0800 40 200 88 (gebührenfrei)
     
  • Das Cyberforum hat einen Newsroom mit zusätzlichen Informationen für Gründer eingerichtet
     
  • #digitallyflattenthecurve ist eine Plattform, die Freiberufler, Start-ups, Institutionen und andere Akteure auf Basis einer für jede*n Bürger*in mobil und am stationären Rechner verfügbaren und kostenlosen Kollaborationstechnologie (Slack) zusammenbringt. Durch die Zusammenarbeit werden aufkommende Probleme im Zuge von Corona in Rekordzeit gelöst
     
  • Bundesverband Deutsche Startups e.V.: Schutzschirm für Startups durch Vier-Stufen-Plan

 

Für Selbstständige

  • Entschädigung in der Quarantäne 
    Unterliegen Selbstständige, auch wenn sie nicht krank sind, als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot oder befinden sich in Quarantäne, so steht ihnen laut Infektionsschutzgesetz § 56 bei Verdienstausfall ein Anspruch auf Entschädigung zu (für die ersten sechse Wochen). Der Antrag auf Entschädigung kann innerhalb einer Frist von drei Monaten beim zuständigen Gesundheitsamt gestellt werden (siehe oben). 
     
  • Soforthilfen
    Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.
     
  • Zahlung von Beiträgen Künstlersozialkasse 
    Versicherte der Künstlersozialkasse können eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Arbeitseinkommen ändert.

Für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

  • Erleichterter Zugang zu Sozialleistungen: Gesetz für leichteren Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister

  • Arbeitsrechtliche Auswirkungen (Home Office/ mobiles Arbeiten, Überstunden, Kurzarbeitergeld, Betriebsschließung, Kinderbetreuung, Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung …)
    Bundesministerium für Arbeit und Soziales
     
  • Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen
    Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 
     
  • Onlineplattform für Erntehelfer
    Hier können Betriebe, denen die Saisonarbeitskräfte gerade nicht zur Verfügung stehen ihre Bedarfe anmelden. Freiwerdende Arbeitskapazitäten, können so die Arbeit der Erntehelfer aus Osteuropa wenigstens zum Teil kompensieren und haben entsprechende Zuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld. Die Plattform finden Sie hier.

Tipps und Hinweise zum Home-Office (mobiles Arbeiten)

Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Corona-Sondernewslettern vom 27.03.202023.03.2020 und 17.03.2020.