Informationen über das Corona-Virus

Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus geht derzeit rasant voran und stellt uns alle vor große Herausforderungen. Auch für die Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald hat dies erhebliche Auswirkungen. Wir teilen mit Ihnen die Sorge um die Gesundheit, aber auch um die wirtschaftlichen Folgen bis hin zu existenziellen Fragen. Die Politik reagiert entsprechend und bietet massive Unterstützung- und Hilfeleistungen, um die Folgen der Krise abzufedern und Unternehmen möglichst konkret und schnell zu helfen.
Wir bleiben gerade jetzt eng an der Seite der regionalen Wirtschaft, tragen unseren Teil bei und haben für Sie nachfolgend relevante Informationen aus seriösen Quellen zusammengestellt, die wir regelmäßig aktualisieren.

Falls Sie Fragen und/oder Beratungsbedarf haben, stehen wir Ihnen zur Verfügung, am besten unter der Mail: corona(at)nordschwarzwald.de oder der Telefonnummer 07231-154369-0.
 

Allgemeines

  • Aktualisierte Corona-Verordnung
    • Ab dem 19. Oktober gilt in Baden-Württemberg die 3. Pandemiestufe. Daher wurde die Corona-Verordnung des Landes an das neue stark steigende Infektionsgeschehen angepasst. Folgende Änderungen gelten ab Montag, 19. Oktober 2020:
      • Landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen, wie Fußgängerzonen oder Marktplätzen und öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. (§ 3 Absatz 1 Nr. 11 und 12 sowie Absatz 2 Nr. 9 und 10).
      • Ansammlungen werden auf zehn Personen oder zwei Hausstände begrenzt. (§ 9 Absatz 1 und Absatz 2 Nr. 3).
      • Das private Zusammentreffen von Personen wird auf maximal zehn Personen oder zwei Hausstände begrenzt. (§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 und Satz 2).
      • Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt. (§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2).
  • Robert Koch Institut: Detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland

Für Unternehmen


Das Wichtigste auf einen Blick:

  • „Krisenberatung Corona“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau: Ab 15. Mai können sich Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bei einem der vier branchenorientierten Beratungsdienste informieren und je nach Bedarf die kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten erhalten

Unterstützung für Unternehmen

Finanzielle Hilfen:

  • Tilgungszuschuss Corona
    • Unternehmen und Selbständige aus den Wirtschaftsbereichen der Schausteller und Marktkaufleute, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie des Taxi- und Mietwagengewerbes können seit dem 24. September 2020 den „Tilgungszuschuss Corona“ beantragen. Mit dem Tilgungszuschuss wird einmalig die Hälfte der Jahrestilgungsrate 2020 des antragstellenden Unternehmens mit einem Satz von 80 Prozent (das heißt: 40 Prozent der Jahrestilgungsrate) gefördert. Förderfähig sind dabei die nach den Regeltilgungsplänen im Jahr 2020 anfallenden Tilgungsraten frühestens ab Bewilligung von Krediten. Das dem Kreditvertrag zugrundeliegende Realgeschäft muss vor dem 11. März 2020 erfolgt sein
      • Antragsformular
      • Anlage B - Bescheinigung des finanzierenden Kreditinstituts über die Höhe der förderfähigen Tilgungsrate
  • Mezzanine-Beteiligungsprogramm Baden-Württemberg
    • Mit dem Mezzanine-Beteiligungsprogramm steht für Baden-Württemberg die sogenannte Säule II der Hilfen der Bundesregierung zur Unterstützung von Start-ups und kleinen Mittelständlern zur Überwindung der Corona-Krise zur Verfügung. Das Land Baden-Württemberg stockt diese Eigenkapitalstärkung zusätzlich mit Landesmitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau auf
    • Förderfähige Unternehmen:
      • Start-ups und kleine Mittelständler bis zu 75 Mio. EUR Gruppenumsatz
      • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
      • Sitz oder Standort mit Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in Baden-Württemberg
      • Finanzierung durch eine von der L-Bank akkreditierte Beteiligungsgesellschaft
    • Förderverfahren:
      • Beratung direkt bei der Beteiligungsgesellschaft (Liste auf www.l-bank.de/mezzanine-bw)
      • Verhandlung über die Art und Höhe der Finanzierung mit der Beteiligungsgesellschaft
      • Refinanzierungsanfrage bei der L-Bank durch die Beteiligungsgesellschaft
      • Vertragsabschluss zwischen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaft
  • Wirtschaftsstabilisierungsfonds
    • Ziel des WSF ist es, langfristige volkswirtschaftliche und soziale Folgen der Corona-Pandemie durch schnelle, zielgerichtete und zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Stabilisierung von Unternehmen der Realwirtschaft abzuwenden. Der WSF federt die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf Unternehmen ab, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt hätte. Der WSF unterstützt Unternehmen der Realwirtschaft dabei, ihre Kapitalbasis zu stärken und Liquiditätsengpässe zu überwinden
    • Anträge sind beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einzureichen. Hierfür steht eine Online-Plattform zur Verfügung. Sie können Anträge außerdem per E-Mail an de_wsf(at)pwc.com oder postalisch an folgende Adresse richten: Projektgruppe Wirtschaftsstabilisierungsfonds, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 10119 Berlin
    • Weitere Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier
  • KfW Schnellkredit
    • Mit dem KfW-Schnellkredit 2020 kann alles gefördert werden, was für Ihre unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen:
      • Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
      • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Waren­lager (Betriebsmittel)
    • Mit dem KfW-Schnellkredigt können Selbstständige und Unternehmen gefördert werden, die:
      • mehr als 10 MitarbeiterInnen haben
      • mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
      • in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben (sofern Ihr Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen)
    • Nähere Informationen finden Sie hier
  • KfW Sonderprogramm
    • Der KfW-Unternehmerkredit ermöglicht mittelständischen und großenUnternehmen, Einzelunternehmen und Freiberuflern, die seit mindestens 5 Jahren bestehen, eine zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben in Deutschland. Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht auch Unternehmen zur Verfügung, die bedingt durch die Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben, jedoch strukturell gesund und langfristig wettbewerbsfähig sind. Konkret heißt dies, dass alle Unternehmen, die zum 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Definition der Europäischen Unionwaren, einen Kredit beantragen können.
    • Anträge können gestellt werden von:
      • Unternehmen dergewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
        • mit Sitz in Deutschland
        • mit Sitz im Ausland für Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Betriebsstättenoder Filialen in Deutschland
      • Einzelunternehmer oder Freiberufler
        • in Deutschland
        • im Ausland für Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Betriebsstättenoder Filialen in Deutschland
    • Weiter Informationen finden Sie hier
  • Kurzarbeitergeld
    • Kurzarbeitergeld kann Entgeltausfall aufgrund von Kurzarbeit in Ihrem Betrieb zum Teil ausgleichen
    • Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld:
      • Kurzarbeitergeld erfordert, dass Ihr Betrieb bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So müssen zum Beispiel:
        • mindestens 10 Prozent Ihrer Beschäftigten einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben
        • Ihre Angestellten Überstunden und positive Zeitguthaben abgebaut haben (bis auf bestimmte Ausnahmen)
    • Höhe des Kurzarbeitergeldes:
      • Ihre Beschäftigten erhalten 60 Prozent des Netto-Entgelts als Kurzarbeitergeld (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 67 Prozent)
      • Für Beschäftigte, deren Entgelt im jeweiligen Kalendermonat mindestens die Hälfte verringert ist, gilt:
        • Ab dem 4. Bezugsmonat beträgt das Kurzarbeitergeld 70 Prozent des Netto-Gehaltes (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 77 Prozent)
        • Ab dem 7. Bezugsmonat beträgt das Kurzarbeitergeld 80 Prozent des Netto-Gehaltes (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 87 Prozent)
    • Weitere Informationen finden Sie hier
  • Überbrückungshilfe II
    • Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.
    • Antragsberechtigt sind:
      • 1. Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen (Kleine und mittelständische Unternehmen, die die verschiedenen Förderbedingungen erfüllen, etwa zur Unternehmensgröße und zu Umsatzrückgängen)
      • 2. Selbstständige: Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb
      • 3. Gemeinnützige Unternehmen und Organisationen: Gemeinnützige Einrichtungen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind
    • Der Antrag auf Überbrückungshilfe wird digital gestellt und eingereicht. Bitte beachten Sie folgende Stufen der Beantragung:
      • 1. Kontaktieren Sie einen Steuerberater, steuerberatenden Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Sie können Anträge nur in Zusammenarbeit mit diesen Dienstleisterinnen und Dienstleistern stellen. Gemeinsam besprechen Sie dann das weitere Vorgehen zur Antragstellung
      • 2. Ihr Steuerberater, steuerberatender Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer registriert sich auf der bundesweiten Online-Plattform. Alles ist digital: die Antragstellung und das Einreichen der Unterlagen. Außerdem kann sich Ihr Dienstleister hier jederzeit über den Bearbeitungsstand Ihres Antrages informieren. Sobald der Bescheid vorliegt, wird er benachrichtigt
    • Den Antrag finden Sie hier.
  • Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten
    • Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.
    • Ab 15. Juli können Unternehmen die Bürgschaften beantragen
    • Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen:
      • 1. Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet
      • 2. Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung (bis max. 125.000 Euro) kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten

Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Corona-Sondernewslettern Nr. 4 vom 21.04.2020,  Nr. 3 vom 27.03.2020Nr. 2 vom 23.03.2020 und Nr. 1 vom 7.03.2020.