Aktuelle Konjunkturlage in der Region Nordschwarzwald: Regionale Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs 

|Unternehmen und Region

Aus dem Konjunkturbericht der IHK Nordschwarzwald zum Frühsommer 2019 geht hervor, dass der wirtschaftliche Aufschwung in der Region Nordschwarzwald weiter anhält, wenn auch mit einer etwas verhaltenen Dynamik. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei rund 270 Firmen aus der Region. Damit hat sich die Stimmung gegenüber der letzten Befragung zu Jahresbeginn 2019 nicht wesentlich verändert. „Auch der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass die Konjunktur nach einer langen Phase des Aufschwungs nun einen horizontalen Verlauf zeigt“, so Claudia Gläser, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald.

Mit 41 Prozent verzeichnen die meisten Firmen Umsatzsteigerungen. Ihr Anteil ist jedoch sowohl gegenüber der letzten Befragung als auch im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Eine Mehrheit von 61 Prozent gibt befriedigende Erträge an, weitere 34 Prozent freuen sich über eine weiterhin gute Ertragssituation. Insgesamt hat bei vielen Firmen die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung zugenommen. Die Auftragssituation stellt sich etwas weniger positiv dar als noch zu Jahresbeginn. 
Der Fachkräftemangel wirkt nach wie vor bremsend auf die Binnenwirtschaft. Im außenwirtschaftlichen Bereich sind die globalen Handelskonflikte, die US-Sanktionen und ein eventuell ungeordneter Brexit in ihren konkreten Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft derzeit kaum abschätzbar. Die dadurch gestiegene Unsicherheit führt zu einer zurückhaltenden Einschätzung der Geschäftsaussichten sowohl gegenüber der vergangenen Befragung zu Jahresbeginn als auch im Vergleich zum Vorjahr. So rechnen derzeit nur 15 Prozent der Unternehmen mit einer Verschlechterung ihrer Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten, eine satte Mehrheit von 62 Prozent hingegen mit einer stabilen Entwicklung.

Das herausfordernd gewordene weltwirtschaftliche Umfeld hinterlässt auch Spuren bei den Exporterwartungen. Die Hälfte der regionalen Firmen geht von einem gleichbleibenden Exportniveau in den kommenden zwölf Monaten aus. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat allerdings der Anteil der Unternehmen, der mit höheren Ausfuhren rechnet, abgenommen, während der Anteil derer, die von rückläufigen Exporten ausgehen, sich mehr als verdoppelt hat.
Die Bereitschaft, in den nächsten zwölf Monaten im Inland zu investieren, ist nach wie vor hoch. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten von den regionalen Firmen nach wie vor mit gut bewertet wird. Befragt nach den Investitionsmotiven wird die Deckung des Ersatzbedarfs weiterhin an erster Stelle genannt sowie die dringende Notwendigkeit, in die fortschreitende Digitalisierung zu investieren. Auch die Personalplanungen in der Wirtschaft sind durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld bestimmt. „Geringere Steuern, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur sind das Gebot der Stunde“, erläutert die IHK-Präsidentin.

Hier sehen Sie die Grafik zum Konjunkturbericht.

Weitere Informationen zum Konjunkturbericht finden Sie hier.

Bild und Textquelle: IHK Nordschwarzwald

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