Der Schäferlauf in Wildberg

|Leben und Kultur
Auch nach fast 300 Jahren wird die Tradition des Schäferlaufs immernoch hochgehalten.

Im Jahre 1723 kamen die Schäfer aus der Region erstmals zum Schäferlauf in Wildberg zusammen. Fast 300 Jahre später wird diese Tradition immer noch hochgehalten. Vier Tage lang feiern die Einwohner alle zwei Jahre mit unzähligen Gästen ein rauschendes Fest. Rund 40.000 Besucher strömen alleine am Sonntag – dem Höhepunkt des Schäferlaufs – in das Städtchen an der Nagold. Dieses Jahr findet das Brauchtumsfest vom 20. bis 23. Juli statt.

Der Schäferlauf war ursprünglich keine Unterhaltungsveranstaltung, sondern ein alljährliches Zunfttreffen der Schäfer. Es wurden wichtige Angelegenheiten zur Schafzucht verhandelt. Seit 1651 fand dieses Treffen in Markgröningen statt. Da der weite Weg aber für viele Schäfer nicht tragbar war, wurden sogenannte Nebenladen eingerichtet – unter anderem in Wildberg.
Nachdem die Schäferzünfte 1828 aufgelöst wurden, veränderte sich der Charakter des Schäferlaufs. Die Organisation des Festes fiel nun der Stadt zu und wurde damit auch zu einem Heimatfest, bei dem Verwaltung, Vereine, Trachten- und Folkloregruppen vertreten waren. Unterhaltung stand nun mit auf dem Programm, die Tradition blieb dennoch erhalten.

Der Schäferlauf im Überblick
Der Schäferlauf in Wildberg startet am Freitag, 20. Juli, um 19 Uhr mit dem Festspiel „Der Klosterschäfer und des Teufels Puppenspieler“ von Eugen Memminger in der Stadthalle. Das Stück wird schon seit 1954 von Laienspielern aufgeführt. Die Geschichte vom Wildberger Klosterschäfer, der sich selbst treu geblieben ist und vom entwurzelten Geiger, der zu des Teufels Puppenspieler wird und selbst in den Fäden des teuflischen Spiels hängen bleibt, beleuchtet nicht nur die Abgründe des menschlichen Herzens. Das Festspiel ist am Samstag noch einmal um 18 Uhr in der Stadthalle zu sehen.

Alle Informationen zum Wildberger Schäferlauf gibt es unter https://schaeferlauf-wildberg.de/

Die vollständige Pressemitteilung zum Schäferlauf finden Sie hier.

Text-und Bildbasis: Christine Strienz, Pressebüro Schiel

 

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