Forschungsprojekt SEILBAHN PF

|Bildung und Forschung

Wie kann der Hauptcampus an der Tiefenbronner Straße besser an den Schienenverkehr angebunden werden? Diese ist eine von zahlreichen Fragen, die die Hochschule Pforzheim aktuell im Rahmen des Forschungsprojekts SEILBAHN PF bearbeitet.

Die Abkürzung SEILBAHN PF steht dabei für „Systementwicklung für eine klimaneutrale Mobilitätslösung zur Nahverkehrs-Anbindung des Hochschulcampus Pforzheim“. Als eine von elf Hochschulen des Landes wird Pforzheim vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) für ein Jahr im Ideenwettbewerb „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ finanziell gefördert. In diesem Rahmen erarbeitet ein Forschungsteam um Dr.-Ing. Jörg Woidasky, Professor für Nachhaltige Produktenwicklung, Maßnahmen, die den derzeitigen mobilitätsbedingten CO2-Ausstoß der Hochschule bis 2030 um die Hälfte reduzieren sollen.
Nicht nur Studierende der heimischen Hochschule sind involviert, auch die Hochschule Erfurt unterstützt SEILBAHN PF im Rahmen eines studentischen Wettbewerbes. Vertreter der Einrichtung waren nun zu Besuch auf dem Campus an der Tiefenbronner Straße, um vor Ort Informationen zur Mobilitätssituation zu sammeln und direkte Eindrücke zu gewinnen. Im Fokus des Wettbewerbs steht die Frage nach der Verbindung des Pforzheimer Hauptcampus mit dem Schienennahverkehr mit einem straßenungebundenen Transportsystem. „Vor dem Hintergrund ihrer Studiengänge Wirtschaftsingenieur Eisenbahnwesen, Stadt- und Raumplanung sowie Wirtschaftsingenieur Verkehr, Transport, Logistik freuen wir uns auf wertvollen Input des Erfurter Teams und der weiteren Wettbewerbsteilnehmer“, so Projektleiter Jörg Woidasky. Der Besuch auf dem Pforzheimer Campus markierte den Start der Kooperation. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit fließen in das Gesamtkonzept mit ein, das im Rahmen des zweiten Mobilitätstages der Hochschule Pforzheim am 10. Oktober 2019 präsentiert werden wird.
 
Externe Partner des Projekts SEILBAHN PF sind die Stadt Pforzheim, die Regionalbusverkehr Südwest GmbH (RVS), die Nahverkehrsgesellschaft BW mbH (NVBW), der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis GmbH (VPE) sowie die e-mobil BW GmbH. Das Ministerium unterstützt die Entwicklung zunächst mit 200.000 Euro. Im Oktober 2019 werden insgesamt drei der elf Hochschulprojekte für eine Anschlussfinanzierung zur Konkretisierung der Konzepte ausgewählt – „die Seilbahn über den Dächern der Stadt hat also langfristig durchaus eine Chance auf Realisierung“, so Jörg Woidasky. 

Weitere Informationen:
https://www.hs-pforzheim.de/profile/joergwoidasky/ 
https://www.hs-pforzheim.de/hotspot/

Text- und Bildnachweis: Hochschule Pforzheim
 

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