Gute Stimmung auf dem regionalen Ausbildungsmarkt

|Bildung und Forschung

Anhaltend hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sorgt für ausgezeichnete Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.

Aktuell sind mehr als 2.291 Ausbildungsverhältnisse für das laufende Jahr 2019 im Bereich der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald registriert. Dies ist im Vergleich mit dem bundesdeutschen Trend immer noch ein sehr gutes Ergebnis und entspricht lediglich einem geringen Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.302). Damit ist die Ausbildungssituation im Nordschwarzwald auf gleichbleibend gutem Niveau. Besonders erfreulich ist, dass sich die Zahl der neu ausbildenden Unternehmen von im letzten Jahr 754 Betrieben auf 853 gesteigert hat. Das ist eine außerordentlich erfreuliche Entwicklung.

„Unsere Unternehmen in der Region übernehmen eine immer größer werdende Verantwortung, deshalb stellt sich der Ausbildungsmarkt im Nordschwarzwald so gut dar“, so IHK-Präsidentin Claudia Gläser. „Die Unternehmer sehen genau, dass Ausbildung einerseits Fachkräftesicherung, andererseits gleichzeitig ein gesamtgesellschaftlicher Beitrag ist", so Gläser weiter. 90 Prozent der Unternehmen sehen die Fachkräftesicherung und Nachwuchsförderung insbesondere auch für den eigenen Betrieb als ausschlaggebendes Motiv für ihr Ausbildungsengagement.

Deutschland ist ein Hochtechnologieland, entsprechend anspruchsvoll ist die Ausbildung. Dies erfordere selbstverständlich in der Folge auch ein Mindestmaß an Schul- und Lebensbildung. „Die Duale Ausbildung in Deutschland ist einzigartig. In vielen Ländern, die dieses System nicht haben, sind unsere Berufsabschlüsse Bachelorstudiengänge. Das zeigt ganz klar das hohe Niveau unserer Berufsabschlüsse“, betont Claudia Gläser. „Darum ist unsere Empfehlung, zunächst einen Beruf zu erlernen, der wiederum anschließend unglaublich große Perspektiven, sei es durch gezielte Weiterbildung oder aber auch ein weiterführendes Studium, bietet.“

Deshalb intensivieren die Unternehmen vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen und vielfach nicht ausbildungsreifer Absolventen ihre Anstrengungen bei der Ausbildung weiter. Viele bieten Nachhilfe für Azubis an, um eine erfolgreiche Ausbildung zu sichern. Sie sollen künftig stärker dabei unterstützt werden, Schwächere in Ausbildung zu integrieren. Schulnoten sind für viele Betriebe inzwischen die schwächere Währung. Vielmehr zählen für sie Motivation und Leistungswille. Jugendliche, die sich in ihrer Schulzeit schwergetan haben, erhalten Chancen, sich praktisch zu beweisen. „Den jungen Menschen bieten sich beste Karriere-Chancen, denn die Unternehmen sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert“, ergänzt Tanja Traub, Mitglied der Geschäftsleitung. Die Übernahmeabsichten der Betriebe seien ausgesprochen gut. Durch attraktive Weiterbildungen könnten die jungen Fachkräfte zudem zügig Abschlüsse auf Bachelor-Niveau erwerben.

Die beliebtesten Berufe bei den jungen Menschen sind nach wie vor die kaufmännischen Ausbildungsberufe wie Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement, gefolgt von den Medien- und Kommunikationsberufen. Aber auch technische Berufe haben bei den Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Der Werkzeug- und Maschinenbau sowie die Mechatronik sind sehr beliebt und in der Region besonders nachgefragt. Deutlich wird, dass sich durch die vielfältigen Aktivitäten in der Berufsberatung die Zahl der weiblichen Auszubildenden in MINT-Berufen, insbesondere in den Metall- und Elektroberufen, kontinuierlich gesteigert hat.

Aktuell gibt es noch über 94 offene Ausbildungsplätze für 2019. Für das Jahr 2020 sind bereits 270 Angebote in der IHK-Lehrstellenbörse eingestellt. Besonders nachgefragt sind Auszubildende in der Transport- und Logistik-, sowie Gastronomiebranche. Aber auch im Metall- Elektro-, IT-Bereich und Handel (Verkauf) werden noch für 2019 Nachwuchskräfte gesucht. Interessierte Jugendliche sollten sich eingehend beraten lassen, denn oft bieten sich durch das Beratungsgespräch neue Perspektiven.

Weitere Informationen dazu und zur IHK-Lehrstellenbörse im Internet unter www.nordschwarzwald.ihk24.de, Seitennummer 3472246 (bitte in das Suchfenster eingeben.)

Quelle: IHK Nordschwarzwald

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