KAI IST NOCH IN DER LERNPHASE

Rendez-vous der Region Nordschwarzwald mit Brüssel

|Unternehmen und Region
WSP-Direktor Oliver Reitz, OB Peter Boch, Stadtrat Rolf Constantin, Kommissar Günther H. Oettinger, Landrat Helmut Riegger und Landrat Dr. Klaus-Michael Rückert

Eine 60-köpfige Delegation aus Wirtschaft und Politik präsentierte den Nordschwarzwald in der Landesvertretung Baden-Württemberg und informierte die Gäste aus den europäischen Institutionen über Stärken und Perspektiven der Region.

Was verbirgt sich hinter grünen Baumwipfeln und malerischen Tälern, für die die Region Nordschwarzwald weltweit bekannt ist? Mit Typischem und Traditionellem aber auch Modernem und Außergewöhnlichem informierte die aus der Region nach Brüssel gereiste Delegation die Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission bei ihrer Präsentation in der Landesvertretung Baden-Württemberg.

Mit regionalen Produkten im Gepäck sowie einer kreativen Inszenierung – Goldschmiedekunst und Modenschau inklusive – hatte die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald gemeinsam mit den Europa-Verantwortlichen der Stadt- und Landkreise ein intensives zweitägiges Programm ausgearbeitet, bei dem nicht nur der Netzwerkgedanke im Vordergrund stand. „Sehen und gesehen werden. Wir präsentieren uns hier in Brüssel mit einem starken Auftritt und zeigen, was wir zu bieten haben: Denn neben einer geringen Arbeitslosenquote, bestens ausgebildeten Fachkräften und attraktiven Unternehmen, zeichnen die Region Nordschwarzwald auch, bezahlbarer Wohnraum und Gewerbeflächenpotenzial, saubere Luft ohne Feinstaub und eine gute Infrastruktur aus“, eröffnete Helmut Riegger, Landrat des Landkreises Calw und Vorsitzender des WFG-Aufsichtsrats, die mit rund 120 Gästen gut besuchte Abendveranstaltung.

„Wir profitieren insbesondere im ländlichen Raum von Fördermitteln die in Brüssel vorbereitet und ausgerufen werden und müssen daher mit starker Stimme hier auftreten, um für unsere Belange zu werben. Unser Selbstverständnis im wilden Süden des Nordschwarzwalds ist es, den Rahmen so zu gestalten, dass die Unternehmen gut wirtschaften und sich entwickeln können. Der stetige Dialog mit Stuttgart, Berlin und Brüssel ist wichtig, denn wir sind eine von zwölf Regionen in Baden-Württemberg, 120 in Deutschland und 1.200 in Europa“, ergänzte Dr. Klaus Michael Rückert, Landrat des Landkreises Freudenstadt und Vorsitzender der WFG-Gesellschafterversammlung.

Neben der Präsentation war erklärtes Ziel, die Teilnehmer in Workshops und Fachgesprächen über die Mechanismen und aktuellen Themen auf europäischer Ebene aus erster Hand zu informieren. Dass der persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist, resümierten die anwesenden Unternehmer, die zahlreiche Impulse mitnehmen konnten. Hochrangige Kommissionsbeamte vom Generalsekretär, Europaabgeordneten bis zum Botschafter sowie Ehrengast Kommissar Günther Oettinger standen als Gesprächspartner zur Verfügung.

„Wir als mittelständisches Unternehmen sind auf stabile Lieferbeziehungen angewiesen. Der Brexit bedroht unsere Rohstoffversorgung im Stahlbereich elementar und wir wünschen uns bei allen Diskussionen klare Entscheidungen und vor allem Planungssicherheit“, erklärte Jens Siegle, Geschäftsführer der Walter Schneider GmbH aus Remchingen.

Dass Themen der Regionalpolitik und zukünftige Förderkulissen bis hin zum Brexit große Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft haben, war nach den beiden Tagen in Brüssel allen Mitreisenden bewusst. „Unser erster Aufschlag auf dem Europaparkett ist hervorragend gelungen und darf keine Eintagsfliege sein“, fasste Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, zusammen.

Pressekontakt:
Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH
Annette Beyer,
Tel.: (+49) 7231 / 15 43 69-6,
E-Mail beyer@nordschwarzwald.de

Bildquelle: © Pablo Garrigós/ BR&U

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