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REGION NORDSCHWARZWALD, 04. JULI 2017

Pforzheim tragen: Mode-Absolventin kreiert Kollektion für und über ihre Heimatstadt

Pforzheim tragen: Mode-Absolventin kreiert Kollektion für und über ihre Heimatstadt

Was ist hässlich, was ist schön? Ist Pforzheim hässlich, ist Pforzheim schön? Mode-Designerin Elisa Paulina Herrmann untersuchte in ihrer Abschlusskollektion „WEAR PF“, wie die Kontraste einer Stadt der Mode Form geben können. Diese und weitere Arbeiten aus dem Studiengang Mode an der Hochschule Pforzheim sind in den Modenschauen der Fakultät für Gestaltung zu sehen. Der Laufsteg der drei Shows der diesjährigen Designwoche der Fakultät wird im Reuchlinhaus sein. Termine sind Freitag, der 14. Juli um 18.30 Uhr und Samstag, der 15. Juli um 16 und 18.30 Uhr. Karten erhalten Sie unter www.modenschau-designpf.de.

Es scheint allgemeiner Konsens zu sein: Pforzheim ist hässlich. „Wenn ich nachfrage, warum, wissen die meisten keine Antwort“, sagt Elisa Paulina Herrmann. In Berlin geboren, kam die 22-Jährige noch vor der Schule nach Pforzheim und ist in der Stadt aufgewachsen. Für ihre Abschlusskollektion hat sie Parallelen zwischen der Stadt und der aktuellen Mode festgestellt: In der Mode verschwimmen die Grenzen zwischen schön und hässlich, es herrscht eine „totale Abwesenheit von gutem oder schlechtem Geschmack“, formuliert es der Philosoph Wolfgang Welsch. Klassische Schönheit hat an Bedeutung verloren und klassische Hässlichkeit wird zu einer eigenen Art von Schönheit. Die Studentin weiß, dass Pforzheims Identität vielschichtig ist, ein Zusammenspiel von hässlich und schön, eine Multi-Kulti-Stadt, die eine ganz eigene Ästhetik besitzt. Für Ihre Kollektion hat sie sich mit dem Stadtbild Pforzheims und deren Wandel nach der Zerstörung am 23. Februar 1945 beschäftigt. „Ich habe viele Fotos gemacht, um dem Charakter der Stadt auf den Grund zu gehen und ihre Stimmungen einzufangen“, erzählt sie von ihrer Recherche.

Die Formel „Hässlich + Schön = Perfektion“ ist für die Designerin zeitlos gültig und ist so auch maßgebliche Basis für die entstandene Kollektion. All die Kontraste, die Pforzheim ausmachen, entdeckt man auch in der Kollektion: Im Schnitt beispielsweise bedient sich die Studentin der Deformierung. Alles wirkt ein bisschen falsch, hier sind Nähte zu lang, dort ein Ärmel zu kurz, manches wirkt schief und etwas eigenartig. Bei der Materialauswahl ist sie vom Träger ausgegangen: „Was hat jeder im Schrank? Shirts, Jeans-Hosen und einen Strickpulli“, sagt sie. Aus diesem Grund finden sich solche Basics in „WEAR PF“ wieder. „Meine Kollektion soll unbedingt tragbar sein, für Frauen und für Männer.“

In der Farbwahl hat sie sich am Wappen der Stadt Pforzheim orientiert, rot, blau, gelb und weiß sind die Basisfarben, die auch in helleren Nuancen auftauchen. Auch das Gold, das derzeit in aller Munde ist, nimmt sie als Farbe auf.

Die Werkschau, die die Fakultät für Gestaltung am Ende jedes Semester ausrichtet, wird in diesem Jahr zur Designwoche: Anlässlich des Jubiläums Goldstadt 250 beschäftigten sich deutschlandweit einmalig Lehrende und Studierende mit der Fragestellung und Behauptung von „Luxus!?“: in allen Semestern und über die Grenzen von Disziplinen hinweg. Die Ergebnisse sind sechs Tage lang, vom 11. bis 16. Juli in der Holzgartenstraße 36 zu sehen. Die Absolventenarbeiten zu selbst gewählten Themen werden im Alfons-Kern-Turm gezeigt. Im EMMA-Kreativzentrum präsentieren sich interdisziplinäre Programme der Hochschule Pforzheim. Ebenfalls in der Holzgartenstraße: Der Design-Summit „LowHighTech. E-waste for 3DprintAfrica!“ führt die afrikanischen Künstler des WoeLab mit Akteuren der deutschen Designszene zusammen. Seltene Einblicke in die Gestaltung von Fahrzeugen gibt der Studiengang Transportation Design mit der Ausstellung „auto:proto:typ“ im Gasometer. Die Modenschauen sind dieses Semester im Architekturjuwel Reuchlinhaus zu sehen.

Die vollständige Pressemitteilung erhalten Sie hier.

Bild- und Textbasis: HS Pforzheim

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