Neues aus der Region

REGION NORDSCHWARZWALD, 09. SEPTEMBER 2017

DIHK-Innovationsreport 2017

DIHK-Innovationsreport 2017

Die Innovationsdynamik verliert an Schwung. Die Unternehmen wollen zwar ihre Aktivitäten unter dem Strich ausweiten, allerdings nicht mehr so stark wie in vorherigen Jahren. Besonders der Mittelstand macht Abstriche. Die Schere zwischen größeren und kleineren Unternehmen geht damit immer weiter auseinander. Das zeigt der aktuelle DIHK-Innovationsreport mit über 1.700 Unternehmenseinschätzungen.

Das größte Innovationshemmnis sehen die Unternehmen in fehlenden Fachkräften. 82 Prozent der Betriebe schränken ihre Innovationstätigkeiten ein, weil sie keine geeigneten Facharbeiter, Akademiker oder Auszubildenden finden. Während sich die Situation bei Akademikern etwas entspannt, spitzt sich die Lage bei Facharbeitern und Auszubildenden weiter zu. Gerade den Mittelständlern fällt es zusehends schwerer, geeignetes Personal zu finden. Knapp zwei Drittel der Unternehmen machen die hohen bürokratischen Anforderungen im Innovationsprozess zu schaffen. Dazu zählen etwa der Zeit- und Kostenaufwand bei Zulassungs- und Genehmigungsverfahren, aber auch regulatorische Anforderungen. Umso wichtiger ist es, dass die Politik hierzulande Gesetzesvorschläge auf Innovationsfreundlichkeit prüft und bürokratische Hürden rund um Innovationen abbaut.
Die Digitalisierung funktioniert nur mit schnellem Internet. Für knapp sechs von zehn Unternehmen ist eine mangelhafte Breitbandanbindung mittlerweile eine Bremse für ihre Innovationsaktivitäten. Aus Sicht der Wirtschaft ist die vorrangige Anbindung aller Unternehmens- und Gewerbestandorte erforderlich. Wichtige Zukunftstechnologien wie das Internet der Dinge oder das autonome Fahren erfordern einen zügigen Aufbau einer 5G-Infrastruktur.


Das Fehlen einer steuerlichen Forschungsförderung sieht inzwischen fast jedes zweite Unternehmen als Manko der eigenen Innovationsaktivität. Eine steuerliche FuE-Förderung zusätzlich zur bewährten Projektförderung könnte den Innovationsoutput der betroffenen Betriebe unterstützen, aber auch den mit ihnen verbundenen Dienstleistern, Zulieferern und Kunden Impulse geben.“

Studie als PDF

Weitere Informationen finden Sie hie.

 Text- und Bildbasis: Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

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