Neues aus der Region

REGION NORDSCHWARZWALD, 08. FEBRUAR 2018

Der Arbeitsmarkt im Monat Januar 2018

Der Arbeitsmarkt im Monat Januar 2018



Trotz guter Konjunkturlage ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim von Dezember auf Januar um 971 (8,9%) auf 11.869 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich der regionale Arbeitsmarkt weiter positiv. Im Januar 2017 waren noch 1.044 (8,1%) mehr Menschen arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, hat sich gegenüber Dezember um 0,3 Punkte auf 3,6 % erhöht. Vor einem Jahr lag sie mit 3,9 Prozent allerdings noch 0,3 Prozentpunkte höher.


Auch in diesem Jahr hat das Ende des Weihnachtsgeschäftes im Einzel- und Versandhandel, das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge zum Jahresende sowie der Kündigungstermin zum Quartalsende im Angestelltenbereich zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Nordschwarzwald geführt. Zudem konnte, trotz guter Auftragslage, aufgrund der winterlichen Witterung in den letz-ten Wochen auf vielen Baustellen sowie in der Land- und Forstwirtschaft nicht gearbeitet werden. „In den witterungsabhängigen Branchen trennen sich die Arbeitgeber im Winter für kurze Zeit von ihren Mitarbeitern, die dann vorüber-gehend arbeitslos werden. Die Ausgangslage ist jedoch gut, im Frühjahr wird die gute Konjunktur zu einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit führen“, so Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zum Jahresbeginn leicht zurückgegangen. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Arbeitgeber-Service 1057 zu besetzende Arbeitsstellen, 71 oder 6,3 Prozent weniger als im Dezember aber 137 oder 14,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Unsere Unternehmen suchen mehr neue Mitarbeiter als vor einem Jahr. Ein Hinweis, dass sie zuversichtlich in die Zukunft schauen“, stellte Lehmann zufrieden fest.

Arbeitslose
Im Januar meldeten sich insgesamt 1953 Arbeitnehmer im Anschluss an eine Er-werbstätigkeit arbeitslos, 704 oder 56,4 Prozent mehr als im Dezember.
Im gleichen Zeitraum konnten 852 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Erwerbstätigkeit beenden, 47 oder 5,2 Prozent weniger als im Dezember.
Da insbesondere Männer in den witterungsabhängigen Außenberufen tätig sind, nahm von Dezember auf Januar vor allem die Zahl der arbeitslosen Männer zu, und zwar um 681 oder 12,0 Prozent auf 6343. Die Zahl der arbeitslosen Frauen erhöhte sich dagegen nur um 290 oder 5,5 Prozent auf 5526.
 
Der Abschluss bei zwei- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen führt am Jah-resbeginn immer zu einer vorübergehenden Zunahme der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen. Mit 1065 Arbeitslosen stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe gegenüber Dezember um 124 oder 13,2 Prozent. „Aufgrund der großen Nachfrage nach jungen, gut qualifizierten Fachkräften werden wir diese jungen Menschen schnell wieder in Arbeit vermitteln können“, so Lehmann.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen ist im Januar un-terschiedlich verlaufen. Während im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg um 776 oder 15,8 Prozent auf 5700 Arbeitslose zu verzeichnen war, stieg die Zahl der Arbeitslosen im SGB II-Bereich (Hartz IV) gegenüber Dezember nur um 195 oder 3,3 Prozent auf 6169. Der Anteil der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III betrug 48,0 Prozent, 52,0 Prozent der registrierten Arbeitslosen zählten zum Bereich des SGB II.

Regionale Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellenbezirken

Unter den sieben Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim hat Mühlacker mit 2,7 Prozent den besten Wert. Es folgen Calw und Horb mit jeweils 2,9 Prozent, Nagold mit 3,0 Prozent, Freudenstadt mit 3,2 Prozent, Bad Wildbad mit 4,2 Prozent und Pforzheim mit 4,3 Prozent.

Entwicklung in den Landkreisen und der Stadt Pforzheim

Die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Agenturbezirkes haben auch im November zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,5 Prozent im Enzkreis und 6,4 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.

Landkreis Calw
Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent erhöht. Im Januar 2017 lag sie mit 3,6 Prozent allerdings noch um 0,4 Prozentpunkte höher. Insgesamt waren 2795 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1559 (55,8 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1236 (44,2 Prozent) in der Grundsicherung. Im Januar wurden 285 Stellenangebote gemeldet. Das waren zehn oder 3,4 Prozent weniger als im Vormonat aber 20 oder 7,5 Prozent mehr als im Januar 2017. Derzeit sind 1137 offene Stellenangebote im Bestand, 152 oder 15,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Enzkreis
Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 2,5 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte hö-her als im Vormonat. Im Januar 2017 lag sie mit 2,9 Prozent allerdings noch um 0,4 Prozentpunkte höher. Damit belegt der Enzkreis, gemeinsam mit dem Hohenlohe- und dem Alb-Donau-Kreis, Platz drei in Baden-Württemberg. Besser platziert sind nur die Kreise Rottweil (2,3 Prozent) und Biberach (2,4 Prozent.
Insgesamt waren 2724 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, davon 1501 (55,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1223 (44,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Januar wurden 197 Stellenangebote gemeldet. Das waren 64 oder 24,5 Prozent weniger als im Vormonat und 49 oder 19,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Derzeit sind 1195 offene Stellenangebote im Bestand, 184 oder 18,2 Prozent mehr als im Januar 2017.

Landkreis Freudenstadt
Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent erhöht. Vor einem Jahr lag sie mit 3,4 Prozent allerdings noch um 0,3 Prozentpunkte höher. Insgesamt waren 2117 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1090 (51,5 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1027 (48,5 Prozent) in der Grundsicherung. Im Januar wurden 329 Stellenangebote gemeldet. Das waren sechs oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat aber 59 oder 21,9 Prozent mehr als im Januar 2017. Aktuell sind 1319 offene Stellenangebote im Bestand, 186 oder 16,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Stadt Pforzheim
Die Arbeitslosenquote ist von Dezember auf Januar um 0,6 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie mit 6,8 Prozent allerdings noch um 0,4 Prozentpunkte höher. Damit bleibt Pforzheim, hinter Freiburg (5,3 Prozent), Schlusslicht in Baden-Württemberg.
Insgesamt waren 4233 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1550 (36,6 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2683 (63,4 Prozent) in der Grundsicherung. Im Januar wurden 246 Stellenangebote gemeldet. Das waren neun oder 3,8 Prozent mehr als im Vormonat und 107 oder 77,0 Prozent mehr als im Januar 2017. Derzeit sind 946 offene Stellenangebote im Bestand, 112 oder 13,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Stellenmarkt
Im Januar waren bei der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 4597 offene Stellen gemeldet, 634 oder 16,0 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Folgende Informationen stehen  für Sie bereit:

Arbeitsmarktreport
Arbeitsmarktbarometer
Vollständige Pressemitteilung
Übersicht


Text- und Bildbasis: Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim

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