Neues aus der Region

REGION NORDSCHWARZWALD, 08. FEBRUAR 2018

Agrarförderprogramm verspricht Vorsprung durch Innovationen

Agrarförderprogramm verspricht Vorsprung durch Innovationen


Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI) sollen Anreize für die projektbezogene Zusammenarbeit von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft geschaffen werden. Insbesondere soll ein Brückenschlag zwischen Praxis und Forschung erreicht werden. In Projekten sollen innovative Lösungen für praktische land- und forstwirtschaftliche Fragen- und Problemstellungen gefunden werden. Der Fokus richtet sich dabei auf aktuelle Herausforderungen wie zum Beispiel:

  • den Schutz begrenzter Ressourcen, z.B. Boden und Wasser;
  • die Auswirkungen des Klimawandels und die Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion an den Klimawandel;
  • die Ernährungssicherheit und im Besonderen auf den gesamten Bereich der Produktion tierischer Lebensmittel und die Herausforderung, diese am Tierwohl auszurichten.

Mit der Förderung soll ein wesentlicher Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung, zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Agrarbereich geleistet werden.

Mittelherkunft
EU, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger
Operationelle Gruppen (siehe Abbildung) gemäß Artikel 56 der Verordnung (EU) 1305/2013 mit Sitz in Baden-Württemberg soweit sie rechtsfähig sind. Mindestvoraussetzung ist das Vorliegen einer Kooperationsvereinbarung.
Die Operationelle Gruppe muss mindestens zwei Akteurinnen oder Akteure umfassen. Akteurinnen und Akteure einer Operationellen Gruppe können insbesondere sein:

Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, des Gartenbaues, des Weinbaues und der Forstwirtschaft;
Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereichs der Land- und Ernährungswirtschaft, des Gartenbaues, des Weinbaues und der Forstwirtschaft;
Beratungsunternehmen und -organisationen;
Verbände, Vereine, Nichtregierungsorganisationen;
Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sowie
öffentlichen Einrichtungen.

 
Förderfähige Maßnahmen

Gefördert werden Operationelle Gruppen und ihr jeweiliges Projekt mit Potential für Innovation, insbesondere die Entwicklung von neuen Prozessen, Produkten, Technologien, Methoden und Dienstleistungen. Das Projekt einer Operationelle Gruppe kann eine Ideen-, Konzept-, Entwicklungs- und Testphase (Pilotphase) umfassen.

Förderfähig sind:
Laufende Kosten der Zusammenarbeit, z.B. Kosten für eine Projektkoordinatorin oder einen Projektkoordinator, allgemeine Betriebskosten als Pauschale, Reisekosten der an der Operationellen Gruppe beteiligten Akteurinnen und Akteure;
Direktkosten des Projektes, z.B. Personalkosten, allgemeine Sachausgaben wie Kosten für Öffentlichkeitsarbeit und Übersetzungskosten, Sachleistungen bei den beteiligten land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen wie die Bereitstellung von betrieblichen Anlagen, Tieren und Flächen, Aufwendungen für projektbezogene Aufträge an Dritte, Kosten für das Leasing von Geräten, Maschinen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Instrumenten, Investitionen für projektbezogene Anschaffungen (in Ausnahmefällen in bauliche Anlagen);
projektbegleitende Studien.


Förderausschluss
Von der Förderung ausgeschlossen sind:
Maßnahmen, die aus Mitteln des EGFL finanziert werden;
bestehende Cluster und Netzwerke, die in der Cluster Datenbank Baden-Württemberg eingetragen sind;
Grundlagenforschung und alleinstehende Forschungsvorhaben;
Umsatzsteuer, Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, Kauf und Leasing von Kraftfahrzeugen und Kauf gebrauchter Maschinen, Instrumente und Ausrüstungsgegenstände, Beiträge zu gesetzlich nicht vorgeschriebenen Versicherungen, Zuführungen zu Rücklagen, nicht-kassenwirksamen Aufwendungen und Kosten (Abschreibungen, Bildung von Rückstellungen, kalkulatorische Zinsen etc.), Entgelte, soweit sie den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder und die für das Land maßgeblichen sonstigen Tarifverträge übersteigen.


Fördervoraussetzungen
Vorliegen einer Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren;

  • Innovatives Potential und hinreichende Konkretisierung des Projektes zur Antragstellung;
  • Vorliegen eines Geschäftsplans;
  • Einstufung des Projektes als zu förderndes Projekt durch Beschluss des EIP-Auswahlgremiums  beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR).

Förderung
Die Zuwendung wird als Anteilsfinanzierung zur Projektförderung in Form von Zuschüssen gewährt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Ausrichtung des Projektes.

Zusatzhinweise

Die Operationelle Gruppe muss die Ergebnisse des Projektes über das EIP-Netzwerk veröffentlichen.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, sowie Art und Höhe der Förderung ist der Verwaltungsvorschrift (VwV) Zusammenarbeit zu entnehmen.

Weitere Informationen über das Förderprojekt finden Sie unter: http://foerderung.landwirtschaft-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Foerderwegweiser/Europaeische+Innovationspartnerschaft+_EIP_

Textbasis: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

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