Unternehmernachwuchs entwickelt kreative und zukunftsträchtige Geschäftsideen

|Bildung und Forschung
Teilnehmende des Finales mit Juroren und Gewinnerteam von IMO Oberflächentechnik GmbH

Erstes Online-Finale des Junior Manager Contests Nordschwarzwald 2020 überzeugt mit beeindruckenden Pitches der teilnehmenden Azubi-Teams.

Die neun besten Teams aus drei Vorentscheidungen in der Region beeindruckten auch in der Endrunde beim Nordschwarzwälder Unternehmensspiel Junior Manager Contest (JMC) mit tollen Ideen, starken Präsentationen und innovativen Lösungsideen. Beim Finale des erstmals digital durchgeführten Wettbewerbs um die beste Geschäftsidee der Zukunft erlebten sowohl die TeilnehmerInnen als auch die Jury einen spannenden und kurzweiligen Tag.

Bereits zum vierten Mal hat die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald mit den Landkreisen Calw, Freudenstadt und Enzkreis sowie den Städten Freudenstadt, Horb, Nagold und Mühlacker zum Unternehmensplanspiel eingeladen. Mehr als 120 Auszubildende aus der Region hatten sich in 2020 dem Wettbewerb mit veränderten Vorzeichen gestellt. Während in den kreisweiten Vorrunden ein Unternehmen mit eigenen Strategien und Methoden sowie unternehmerischem Denken von den jungen Nachwuchskräften durch vier Geschäftsjahre geführt werden musste, hatten die FinalteilnehmerInnen die Aufgabe, innerhalb ihres vier- bis fünfköpfigen Teams in wenigen Stunden eine innovative und zugleich zukunftsträchtige Geschäftsidee zu entwickeln. Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald war begeistert über die leidenschaftliche Herangehensweise der Auszubildenden, die tolle visualisierte Vorträge ablieferten und die Jury sowohl technisch als auch emotional mit Ideenreichtum überzeugen konnten.

Die Vorentscheide in den Landkreisen Calw, Freudenstadt und dem Enzkreis wurden erstmals nicht in einem Unternehmen veranstaltet, sondern in einem Online-Format durchgeführt. Neun Teams mit insgesamt 41 Teilnehmenden schafften es schließlich ins Finale, welches wiederum in Form einer Videokonferenz stattfand. Hier stellten sich die Finalteams einer mehrköpfigen Jury aus Unternehmern und Wirtschaftsvertretern. Mit einer innovativen und darüber hinaus konkreten Geschäftsidee die Probleme eines Kunden oder Nutzers lösen, war die Herausforderung, der sich die neun Teams im Finale stellten. Das Thema sollte mit Hilfe diverser Kreativitätstechniken innerhalb eines halben Tages aufbereitet und über ein Videokonferenzsystem vor der Jury als Pitch präsentiert werden.

Die Durchführung des Planspiels hatte, wie in den Jahren zuvor, das Steinbeis Innovationszentrum Unternehmensentwicklung aus Pforzheim übernommen. Das geänderte Format machte es den Jurymitgliedern auch dieses Mal nicht einfach, aus den vorgestellten Geschäftsideen, das Siegerteam zu ermitteln.

Den ersten Platz sicherte sich letztendlich das Team mit Mathias Becht, Aaron Vogel, Victoria Niedersetz und Pietro Buttice von IMO Oberflächentechnik GmbH aus Königsbach-Stein im Enzkreis. Das gemischte Azubi-Team hat mit seiner Geschäftsidee, ein Pfefferspray zur Abwehr von ungewünschten Angreifern mit einer eingebauten Kamera kombiniert. Darüber hinaus soll das System mittels integrierter Sim-Karte und mobiler Datenverbindung konkrete Standortdaten und Bilder des Täters an die Polizei liefern. Mit dieser Idee wollen sie Menschen Sicherheit vermitteln, die abends oder nachts unterwegs sind und sich damit gegen Übergriffe zur Wehr setzen können.

Platz zwei ging an das Team Bosch Rexroth aus Horb am Neckar mit Torsten Licht, Lea Bahr, Tom Kühlcke und Simon Jörg. Sie stellten eine Windschutzscheibe vor, die aufgrund einer besonderen Oberflächenbearbeitung nicht mehr beschlägt.

Auf dem dritten Platz landete das Azubi-Team mit Eike Schweier, Agnesa Omaj, Alperen Demir, Dominik Schelhammer und Julius Braun von der Kreissparkasse Freudenstadt, das nachhaltiges Einkaufen mittels einer Punktebewertungs-App belohnt.

Die Freude bei der Bekanntgabe der Sieger im Rahmen der Videokonferenz war riesengroß, auch über den Gewinn der ausgelobten iPads. Alle TeilnehmerInnen dürfen sich als GewinnerIn fühlen und sowohl Pokale als auch Urkunden mitnehmen. Die Jury zeigte ihre Begeisterung über die vielfältigen und vor allem qualitativ guten und kreativen Geschäftsideen seitens der Nachwuchschefs, die innovatives Potenzial ebenso an den Tag legten wie gute Lösungsideen. Protzer lobte auch die gute Koordination und Durchführung des JMC durch das Steinbeis Innovationszentrum mit Dr. Barbara Burkhardt-Reich sowie den Juroren Steffen Rose von der blackforestwave e.V., Simeon Ruck aus Neuenbürg von der gleichnamigen Firma Hellmut Ruck GmbH und dem Wirtschaftsförderer des Enzkreises Jochen Enke.

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